30. November 2012

Morgen, Kinder, wird's was geben...

Na, wisst ihr auch schon, was? Vielleicht hat es jemand von euch direkt entdeckt, unser Adventskalender-Logo rechts oben...

Genau! Auch dieses Jahr wollen wir euch wieder täglich vom 1. bis zum 24. Dezember verführen. Und ihr müsst sogar nur noch einen Tag Geduld haben, bis sich das erste Türchen öffnen lässt:

Hier geht's direkt zum Adventskalender!

Dieses Mal haben wir etwas länger überlegt, was wir in unseren Kalender füllen wollen. Ein weiteres Mal den Stress mit 24 verschiedenen Plätzchen? Oder lieber gar keinen Kalender? Nein - das hat zu viel Spaß gemacht. Genau so viel Spaß wie unsere gemeinsamen Norwegen-Reisen... Daher kann unser diesjähriger Adventskalender natürlich nur unter einem Motto stehen:
SKANDINAVIEN!

Skandinavien steht bei uns für Norwegen (wie könnte es auch anders sein), aber auch für Schweden, Dänemark und weiter gefasst für Island und Finnland. Wie ihr es von unserem Blog gewöhnt seid, wollen wir natürlich nicht nur durch die leckeren Bilder euren Appetit wecken. Nein, damit euer Appetit auch direkt gestillt werden kann, gibt es die Rezepte gleich mit dazu! Damit ihr euch, so wie wir, in die passende Weihnachtsstimmung backen, kochen und frittieren könnt und die Wartezeit auf die Geschenke am "Julaften" verkürzt.

Und wie haben wir sie ausgewählt? Wir haben unsere mitgebrachten norwegischen Koch- und Backbücher durchstöbert und ab und zu auch mal das Internet um Rat gefragt.

Dieses Jahr wird dennoch einiges anders. Es wird nicht 24 Plätzchenrezepte geben, auch nicht 23, auch nicht 22... sondern es wird ein Mix aus festen, flüssigen und klebrigen Weihnachtsleckereien aus dem hohen Norden werden.

Na, haben wir euch Neugierig gemacht? Einfach ein Klick zur rechten Zeit auf die richtige Tür, und schon erhaltet ihr eine weihnachtliche Köstlichkeit. Aber Achtung, nicht schummeln!

Wenn euch unser Adventskalender gefällt und der Meinung seid, dass auch andere davon etwas abbekommen sollen, dann könnt ihr gerne das Logo für euren Blog verwenden und auf den Kalender verlinken. Dazu braucht ihr nur den folgenden HTML-Code in einen Post einfügen:

<a href="http://charlottenblog.blogspot.de/p/adventskalender-2012.html"><img alt="Adventskalender2012" border="0" src="https://lh3.googleusercontent.com/-dh_8qj-wT6U/ULjvvccpyhI/AAAAAAAABAs/U2bPw0ApUGE/s800/advent_logo.PNG" /></a>

Falls ihr etwas aus dem Kalender nachgemacht habt, freuen wir uns über euren Bericht. Es wäre für uns wie ein Weihnachtsgeschenk mit Schleifchen!

Eine schöne, genüssliche und beschauliche (Vor-)Weihnachtszeit wünschen euch
und
PS: Bitte habt etwas Geduld, falls das Türchen nicht gleich morgens freigeschaltet ist.
PSS: Unseren Kalender von 2011 findet ihr hier.

28. November 2012

Alltagshoch: feines Petersilienwurzel-Crèmesüppchen mit Petersilienpesto


Kuckuck! ...

Versunken in Arbeit. Und manchmal auch im Novembergrau. Das Haupt umwogt vom Nebel, der sich aus der Höhe ab und an in die Niederungen der Stadt begibt. Kein Fitzelchen Sonne, nirgends. Wenn die Nase spätmorgens nur Dunkelheit riecht und das Niesen nicht sonnig gekitzelt wurde. Der Horrormonat, na, jedenfalls meiner. Nicht nur ich gehe da unter, es scheint, mit mir auch die Stadt. Vineta in Preußen.

Mich gibt es noch. Uns gibt es noch. Und die Stadt ebenfalls. Sie taucht temporär ab, und wenn sie ihre Einwohner genug auf die Ihr-habt-mich-doch-noch-lieb-Probe gestellt hat, dann knipst sie hin und wieder das Sonnenlicht an. Als ob auch sie zur Stromsparerin mutierte. So bisschen Sonnenschein kann doch nicht soooo teuer sein.

Dann müssen strahlende Gedanken und Seelenschwünge das Sonnendefizit ausgleichen. Weihnachtsbackplanung lässt die Glückshormone in ungeahnte Höhen schießen, und da sammer dabei, das ist prihima! (Das ist ein dezenter Hinweis für euch ...)

Und sonst noch? Flugs auf den Markt geflitzt und euphorisiert - hurra, es gibt sie noch, unsere Sonne! - einkaufen, was den Gaumen kitzelt. Also wanderten auch wieder Petersilienwurzeln in mein Körbchen. Gezaubert habe ich ohne vermeintlichen Anlass ein feines Petersilienwurzel-Crèmesüppchen (mit kleinen Abwandlungen) nach Lea Linster. Perfekt geeignet nicht nur für Sonnenanbeterinnen der innerlichen Natur. Und auch für festliche Menüfolgen.

Die Zutaten:
Für die Suppe:
500 g Petersilienwurzeln, geputzt gewogen
1 mittelgroße Schalotte
1 EL Butter
500 ml Gemüsebrühe
50 ml Sahne, zimmerwarm
250 ml Vollmilch, erwärmt
(L.L.: geschlagene Sahne, Zitrone und Trüffel für die Dekoration)

Für das Petersilienpesto:
1 Bund glatte Petersilie
75 ml Walnussöl (L.L.:  1/8 l Traubenkernöl)
1 Handvoll Walnüsse (L.L. ohne)
Salz
Pfeffer (L.L.: weißer Pfeffer und Piment d'Espelette)

Den Anfang macht die Suppe. Die Wurzeln waschen, putzen und in Würfel schneiden. Schalotte schälen und in fein hacken. Etwas Butter in einem Topf zerlassen, dann Petersilienwurzeln und Schalotte anschwitzen (etwa 3 bis 4 Minuten). Mit Gemüsebrühe ablöschen. Aufkochen lassen. Nun erst die Sahne und dann die Milch zugeben, in genau dieser Reihenfolge, sonst stockt's. Köcheln, bis die Petersilienwurzeln gar sind.

In der Zwischenzeit das Petersilienpesto vorbereiten.


Petersilie gründlich waschen (sonst knirscht es, ich schreibe aus Erfahrung). Blätter abzupfen. Walnüsse grob hacken. Alles zusammen in ein Gefäß geben, Walnussöl hinzufügen, gut pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beiseite stellen.

Weiter geht es mit der Suppe.


Sind die Wurzeln gar, werden sie püriert. Ich habe noch etwas Milch zugefügt, aber nicht zu viel, damit das Süppchen nicht zu flüssig, sondern cremig bleibt. Meine Wurzeln waren sehr fein, ich habe die Suppe deshalb nicht noch extra durch ein Sieb gestrichen; möglicherweise solltet ihr das jedoch tun. Nun salzen und pfeffern, mit Sahne abschmecken.


Und dann kann direkt serviert werden. Wer mag, schlägt etwas Sahne auf, gibt einen Klecks auf jedes Süppchen, einige Spritzer Zitrone dazu. Trüffel sind sicher auch eine Wucht, hatte ich nur gerade nicht vorrätig.

Ich habe vom Petersilienpesto ein paar saftig grüne Farbkleckse auf dem auch in Suppenkreisen angesagten Nude verteilt und dann stante pede zum Löffel gegriffen.


Seelenschmeichler. So fein, dass das Süppchen jeden Gaumen auf seine feinen Genüsse bestens vorbereitet und einstimmt. Probiert es aus, ermuntert euch und grüßt

14. November 2012

Heimtückisch: gezwirbelter Schokoladen-Hefekuchen


Troja ist überall.

Kennt ihr die alten Sagen? Als Kind war ich ganz vernarrt in die "Sagen des klassischen Altertums" von Gustav Schwab. Mein Vater besitzt eine wunderschöne Ausgabe mit anmutigen Zeichnungen eines englischen Künstlers, dessen Name mir entfallen ist. Neorenaissance.

Zu der Zeit wurde in mir der Wunsch geboren, Archäologie zu studieren. Obwohl er sich sehr lange in mir wach hielt, grabe ich heute in anderen Dingen auf der Suche nach Wissen und Erkenntnis und Fortschritt. Allerdings nicht in Erde. Wie schade, denke ich hin und wieder. Denn meine Leidenschaft ging so weit, dass ich tagelang und bis in die Nacht hinein über überdimensionalen Papierbögen hockte und zeichnete. Genealogien. Wie Gott X mit Göttin Y zusammenhing und was Gott Z in dieser Verbindung verdammt noch mal zu suchen hat. Illuster, illuster, sage ich euch. Dagegen sind die Dramen in den bunten Blättern und jenseits des Ozeans gähnend langweilig und durchschaubar. Sex, drugs and rock'n'roll kannten schon die mythischen Griechen!

Irgendwann geriet mir eine Biographie über Heinrich Schliemann in die Finger. Ich las sie begierig, und das mehrmals. Den Schatz von Troja zu sehen, das war mein größter Traum. Neben Troja itself, logisch. Ersterer ist jedoch in finsteren Museumsarchiven in Russland den Augen der Öffentlichkeit entzogen, allerdings können im Neuen Museum (eine architektonische Wucht!) hier in Berlin einige Repliken bestaunt werden. Letzteres hat mich leider noch nicht empfangen können.

Aber Troja war am Montag bei mir zu Hause. Das berühmte Pferd hatte meine sorgsam aufgebauten und instand gehaltenen Mauern überwunden, ohne dass ich es gemerkt hätte. Das ist ja auch das Prinzip, zu dem dann der Überraschungsmoment der Attacke gehört. Die glückte, und mein Computer war für Stunden außer Gefecht gesetzt. Na bravo! So hatte ich das damals mit meiner Leidenschaft nicht gemeint. Mittlerweile habe ich das Ungetüm wieder vor die Mauern verwiesen, und nach mühevollen Aufräum- und Wiederherstellungsarbeiten ist mein Computer wieder einsetzbar. Höchste Zeit, euch mit diesem Rezept zu beglücken, das mir und meinen Gästen den Sonntagnachmittag versüßt hatte. Gefunden auf Emmas sehr hübschem Blog "Poires au chocolat", die es wiederum aus Yotam Ottolenghis anscheinend famosem Buch "Jerusalem" entnommen hat. Gezwirbelter Schokoladen-Hefekuchen. Bei mir ohne Pekannüsse. Das nächste Mal mit.


Die Zutaten für etwa zwei je 20 cm lange Kuchen:
Für den Hefeteig:
265 g Mehl (Type 405)
50 g Rohrzucker
1 bis 1 1/2 TL Trockenhefe
abgeriebene Schale einer halben Zitrone (die hatte ich vergessen, muss also nicht)
Salz
1 großes Ei (Größe M, besser L)
85 ml lauwarmes Wasser
85 g Butter, in kleine Würfel geschnitten und Zimmertemperatur

Für die Füllung:
(im Original 100 g Pekannüsse plus 1 EL Zucker)
65 g dunkle Schokolade (Kakaogehalt 70%)
60 g Butter
25 g Puderzucker (ich habe normalen Zucker genommen)
20 g reines Kakaopulver (meines 100%)

Für den Sirup:
80 g Zucker
50 ml Wasser
1 kräftiger Spritzer Vanilleessenz
ggf. Meersalz

Am Vorabend wird der Hefeteig vorbereitet. Zunächst die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Dann mit den Knethaken Ei und Wasser einarbeiten, bis alles gut befeuchtet ist. Nun mit dem Handmixer (oder der Knetmaschine) auf mittlerer Geschwindigkeit kneten und nach und nach die Butter einarbeiten. Etwa 10 Minuten weiter kneten, bis der Teig schön cremig und weich ist und sich nicht mehr am Schüsselrand festhält. Mit einer Folie abdecken und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Achtung, der Teig wird nicht von Hand knetbar, sondern bleibt auf eine gewisse Weise klebrig.

Am nächsten Tag zuerst Schokolade grob hacken und mit der Butter in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen, dabei mit dem Schneebesen umrühren, bis die Masse cremig und ohne Klümpchen ist. Puderzucker und Kakaopulver mischen und einrühren. Zur Seite stellen.

(Wer Pekannüsse hineingibt: Diese in einer Pfanne rösten, bis sie duften, sich aber nicht verfärben. Abkühlen lassen, grob hacken.) Zwei Kastenformen von ca. 20 cm Länge mit Backpapier auskleiden, damit sich die fertigen Kuchen besser herausnehmen lassen.

Teig aus dem Kühlschrank holen und auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Er soll sich nicht zu stark erwärmen. Mit den Händen grob in eine rechteckige Form drücken, dann mit dem Nudelholz auf eine Größe von etwa 45 cm x 35 cm dünn ausrollen. Das klappt wider Erwarten hervorragend. Zügig nun mit der Schokoladencreme gleichmäßig bestreichen, dabei einen Rand von 2 cm frei lassen. (Wer Pekannüsse verarbeitet, verteilt diese nun auf der Schokoschicht und bestreut sie grob mit einem EL Zucker.) Mit einem Messer die Ränder begradigen.

Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorwärmen.

Einen kürzeren Rand mit Wasser bestreichen und dann vorsichtig zum anderen Rand aufrollen (wie bei Zimtschnecken). Den Rand gut verkleben. Rolle in die Mitte schieben, oben und unten jeweils ein Stück von 2 bis 3 cm abschneiden (ich habe beide Stücken mitgebacken als Schokoschnecken). Dann mit einem sehr scharfen Messer ohne Zinken die Rollen in der Mitte der Länge nach halbieren und die beiden Hälften mit den Schnittflächen nach oben direkt nebeneinander legen. Oben miteinander verkleben, dann den linken Strang über den rechten legen, diesen dabei etwas nach links schieben. Nun wieder den links liegenden Strang über den rechten heben, den unteren dabei wieder etwas nach links schieben usw. usf., bis man am unteren Ende angekommen ist. Diese wieder wie oben gut miteinander verkleben.

Den gesamten verflochtenen Strang in der Mitte teilen und die Enden erneut gut aneinander drücken. In die Kastenformen legen und auf mittlerer etwa 40 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Ggf. mit Alufolie abdecken, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird.

Inzwischen für den Sirup den Zucker mit Wasser in Topf geben, unter Rühren auflösen und bis zum Kochen bringen. Vanilleessenz zugeben und den Sirup von der Herdplatte nehmen. Etwas abkühlen lassen. 

Fertigen Kuchen aus dem Ofen herausnehmen, etwas abkühlen lassen, mit dem Sirup in mehreren Durchgängen beträufeln. Immer wieder warten, bis der Sirup eingesickert ist. Dann den Kuchen aus der Kastenform nehmen. Ich musste sofort probieren! Der Kuchen schmeckt auch ein oder zwei Tage später noch sehr gut.


Aber so lange hat er es mit mir nicht ausgehalten. Oder ich nicht mit ihm? Wie dem auch sei, er hat sehr gemundet. Konsequenz: Ich muss mir wohl das Buch kaufen! Und soll ich euch etwas sagen? Das mache ich mit dem größten Vergnügen, frohlockt und grüßt

4. November 2012

Kredenzt: schokoladiger Pastinaken-Apfel-Kuchen mit Rosenblüten


Warten, warten, warten. Zunächst umsonst.

Das war mein heutiger Sonntagnachmittag. Gestern, endlich dies: Ausgepackt, zusammengebaut, gestrahlt. Meine Belohnung für anstrengende durchgelernte Monate ist ein neuer - Schreibtisch. Hui, werden da einige sagen, ist doch vorbei mit der Studiererei, warum also ein Schreibtisch?

Ohne kann ich nicht. Das ist mein Refugium zum Papierbekritzeln, Knotengrübeln, Gedankenreisen, Löcherindieluftstarren, Blogbefüllen. Ich sitze da und schreibe. Meine Finger eilen über die Tastatur, immer auf der Flucht vor dem Verknoten. Oder sie schmiegen sich zart um einen Federhalter. Ja, ich verfasse noch altmodisch Briefe mit der Hand, kaum zu glauben. (Und jauchze selbst vor Freude, wenn ich Kärtlein oder Briefchen aus dem Kasten ziehe.) Umgeben vom Herbstdunkel, mittendrin im warmen Licht. Irgendwie surreal, und immer wieder denke ich darüber nach, an welches Bild mich diese meine Szenerie erinnert. Vielleicht gibt es gar keines, sondern nur das eine in mir. Meine Erinnerung an diesen Schreibhort, immer wieder neu erlebt.

Wohin jedoch mit dem alten Gefährten? Verschenken. Gefragt und verabredet. Sitzen gelassen. Wie traurig, das hatte er nicht verdient. Also ein neues Zuhause für ihn gesucht und schließlich gefunden. Schön, anderen eine Freude zu machen.

Genauso an einem Samstag vor gar nicht langer Zeit. Ein Geburtstag wurde nachgefeiert, und ich sorgte für die Süße des Abends. Kulinarisch, wohlgemerkt. Von diesem schokoladigen Pastinaken-Apfel-Kuchen mit Rosenblüten blieb nichts übrig. Leicht abgewandelt nach dem Rezept aus dem Buch "Der echte Geschmack". Ihr könnt ihn auch in einer Muffinform, dann nur etwa eine halbe Stunde, backen.


Die Zutaten für eine normale Gugelhupf-Form:
100 g Schokolade (mindestens 80% Kakaogehalt, meine hatte 85%)
100 g Butter
150 g Mehl (Type 405)
2 TL Weinsteinbackpulver
1 Prise Salz
100 g Rohrohrzucker (davon 2 EL abzweigen)
8 bis 12 getrocknete Rosenknospen, die Blätter vom Stängel gelöst
6 Kardamomkapseln
100 g Pastinake, geschält
1 mittelgroßer Apfel
100 g griechischer Joghurt
3 Eier (Größe M)

So geht's:
Schokolade hacken und mit der Butter in einer Schüssel über heißem Wasserbad schmelzen. In einer großen Schüssel Mehl, Weinsteinbackpulver, Salz und Rohrzucker mischen.

Mit dem abgezweigten Zucker in einem Mixer die Rosenblätter und Kardamomkapseln zu Staub mahlen, dann zur Mehlmischung geben und alles vermengen.

Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Apfel entkernen, aber Schale dranlassen. Mit der Pastinake grob reiben und zur Mehlmischung geben. Umrühren. Schokolade hineingießen und wieder gut vermengen. Eier verquirlen und mitsamt dem Joghurt in den Teig einarbeiten. Gugelhupfform fetten. Teig gleichmäßig eingießen. Auf mittlerer Schiene etwa eine Stunde backen, bis sich der Kuchen fest anfühlt. (Ich hatte ihn nur 45 Minuten drin mit der Folge, dass er mir etwas zu klitschig war. Trotzdem lecker, wie mir die zahlreichen Aufesser versicherten.)

Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und vollständig erkalten lassen. Wer mag, glasiert ihn so wie ich mit einer Zartbitterkuvertüre und bestreut ihn mit getrockneten Rosenblütenblättern.


Anschnitt kann ich euch heute keinen präsentieren, denn der Kuchen wanderte direkt auf die Geburtstagsparty. Und wurde dort bis auf den letzten Krümel aufgegessen. Ein bisschen Kritik muss aber sein: Ich schmeckte Pastinaken und Apfel nicht so richtig heraus, schreibe ihnen jedoch das Saftige zu. Am deutlichsten war das Kardamomaroma zu spüren, im Tanz mit den Rosenblüten und der Schokolade ganz wunderbar.

Es grüßt euch herzlich


PS: Liebe Krisz, danke für den Hinweis! Der November is(s)t braun, wir sind mit diesem Kuchen also dabei:

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