Als ich mit meinen Gourmädels, auch GourmetTrio genannt, den gestrigen Abend plante, einigten wir uns schnell auf das Thema: Kanarische Inseln. Eine von uns hatte dort einen sehr entspannten, sehr erholsamen, sehr genussreichen Urlaub verbracht. Das wollten wir in Kleinform eines schönen Frühlingsabends am Berliner Wannsee wiederholen.
Der Auftrag für das Dessert ging wieder an mich, und so begab ich mich auf die Suche. Im Ohr den denkwürdigen Satz der Gastgeberin "Bienmesabe habe ich dort gegessen, Principe Alberto soll auch gut sein - gehaltvoll, schokoladig, habe ich allerdings nicht probiert." Das ist doch eine Ansage! Trotzdem wollte ich ganz wissenschaftlich die kanarische Dessertlandschaft abstecken. Allein, viel zu holen war da leider nicht. Bienmesabe - ein Dessert, dem beim Apfel-Crumble verwendeten Likör in Geschmack und Süßgehalt wohl sehr ähnlich - sollte es dann jedoch nicht werden.
Ich schoss mich ein auf das hochwohlgeborene und noch völlig ungetestete Dessert. Eine einfache Rezeptsuche in einer großen Suchmaschine machte mich noch nicht glücklich, also probierte ich es mit der Bildrecherche. P-r-i-n-c-i-p-e-A-l-b-e-r-t-o eingetippt. Ich wollte doch wissen, wie das Ding aussieht. Abgeschickt. Große Augen - offener Mund - Hustenanfall. In genau dieser Reihenfolge. Was war geschehen?
Die Fotos vom kleinstaatlichen Oberhaupt konnten mich nicht schocken. Ein paar angerichtete Süßspeisen waren verlockend und offenbar das Gesuchte, nur nicht so atemberaubend, dass ich rot werden müsste. Aber dann ... Ich weiß jetzt, dass das kanarische Dessert "Principe Alberto" gleichnamig ist mit einer bestimmten Art und Weise, wie manch ein Herr seinen Körper verziert. Das war mir doch bisher völlig im Verborgenen geblieben! Immerhin hatte ich nun ein Abbild auch von meinem Dessert zur Hand, den Küchengöttern sei Dank, und konnte unschuldig loslegen.
Die Zutaten für 3 Portionen:
25 g Mandeln
25 g Haselnüsse
50 g Nuss-Nougat
25 g Zartbitterschokolade
75 g weiche Butter
2 sehr frische Eigelbe (Größe M)
ggf. Zucker
1 Tasse sehr starker kalter Kaffee
1 bis 2 EL brauner Rum
6 Löffelbiskuits
Mandelblättchen
Mandeln und Haselnüsse rösten und abkühlen lassen. Einen Teil fein, den anderen grob hacken. Nuss-Nougat und Zartbitterschokolade über einem heißen Wasserbad schmelzen und gut verrühren. Herausnehmen und auf Handtemperatur abkühlen lassen.
In einer Schüssel die weiche Butter und Eigelbe mit dem Handmixer zu einer homogenen Crème verquirlen. Wer es süß mag, fügt noch etwas Zucker zu (den werde ich beim nächsten Mal weglassen). Schokolade gut unterrühren, bis sich alles gut vermengt hat und ein sehr cremige, sehr schokoladige Masse entstanden ist. Einen Teil der gehackten Nüsse unterheben.
Einen Klecks Schokoladencrème in jedes Glas geben. Kaffee und Rum in einer Schüssel mischen. Löffelbiskuits in der Mitte halbieren und mit der ungezuckerten Seite in die Kaffee-Rum-Mischung tunken und zu zwei Dritteln vollsaugen lassen. Mit der gezuckerten Seite nach unten zwei Löffelbiskuit-Hälften nebeneinander auf die Crème legen. Eine Schicht Crème darüber und noch zwei getunkte Löffelbiskuit-Hälften wie beschrieben darauf legen. Schokocrème als abschließende Schicht auftragen und mit den übrigen gehackten Nüssen und Mandelblättchen dekorieren. Im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen.
Eine sehr schokoladige Angelegenheit! Und somit der perfekte Abschluss eines fröhlichen kanarischen Abends. Natürlich haben wir über den Weg zum Dessert ausgiebig gelacht, schmunzelt am Tag danach







