Schon lange wollte ich mir Onigiri machen, vor allem die mit Pflaume. Aber ich denke nie daran, diese eingelegten Pflaumen auch zu kaufen oder überhaupt in einen Asia-Supermarkt zu fahren. Als ich heute aus der Sprachschule kam, sah ich allerdings einen "Go Asia"-Laden auf meinem Weg. Hier wanderten nicht nur die Pflaumen, sondern auch allerlei anderer Kram in meinen Beutel. Darunter auch ein Glückskeks: "Es läuft wie geschmiert. Erfolgsphase!"
Passend zur aktuell eingeschlagenen japanischen Richtung (siehe Matcha-Tarte) kommt heute also ein kleines und schnelles Rezept für Onigiri. Wer gern und oft japanisch kocht, hat die Zutaten definitiv auch alle im Haus!
Für 4-5 Onigiri (das sind ca. 2 Portionen!) braucht man in etwa:
200 g Sushireis (Milchreis geht auch super)
200 ml Wasser
1 Blatt Nori
für die Onigiri mit süßem Ei:
1/2 bis 1 TL Zucker
1/4 TL Salz
1 Ei
für die Onigiri mit Umeboshi:
2 Umeboshi (sauer eingelegte Pflaumen)
1 TL Mirin
1 TL Sesam (schwarz oder normal)
etwas Zucker, mir sind die Pflaumen sonst zu sauer
Den Reis vor dem Kochen 3x durchspülen, d.h. im Wasser schwenken und abspülen, bis das Wasser klar ist. Mit den 200 ml Wasser im Topf aufkochen, bis der Reis schaumig hochkocht. 5 Minuten auf kleinster Flamme köcheln lassen und danach abschalten und weitere 10 Minuten auf dem Herd ziehen lassen. STETS!! den Deckel drauf lassen, am besten einen Glasdeckel nehmen, damit man sieht, wann der Reis kocht. Auskühlen lassen und ein wenig durchrühren, bis der Reis handwarm ist.
Ei mit Zucker und Salz verquirlen und mit Öl in der Pfanne zu feinem Rührei verarbeiten. Mit der Hälfte vom Reis mischen.
Umeboshi mit der Gabel zerdrücken (ggf. die Steine herauspuhlen), mit dem Sesam, dem Mirin und dem Zucker zu einer homogenen Masse verrühren.
Noriblatt in Streifen schneiden.
Hände anfeuchten und mit etwas Salz bestreuen. Aus dem Ei-Reis-Gemisch Onigiri formen (Reis gut zusammendrücken!) und mit einem Noristreifen umwickeln. Für die Onigiri mit Umeboshi erst etwas Reis in die Hand geben und eine Delle in die Mitte drücken. Hier die Pflaumenmasse hineingeben, den zweiten Teil des Reises darüber geben und ein Onigiri formen. Zum Schluss den Noristreifen umwickeln. Ich finde, dass beide Varianten sich hervorragend ergänzen. Die Pflaumen-Onigiri sind schön säuerlich und fruchtig, die Ei-Onigiri sind süßlich und deftig.
Den Preis für das schönste Onigiri gewinne ich wohl nicht, aber lecker sind sie allemal! Guten Appetit wünscht




Deine Onigiri sehen besser aus als mein Versuch damals... ich nahm etwas Lachs und Gurke als Füllung. Hm, werde mal bei Gelegenheit Deine Variante ausprobieren, vielen Dank für die Anregung!
AntwortenLöschenViele Grüße aus N. Hexle
Und wo ist der "Go Asia"-Laden?
AntwortenLöschenDie Japan-Phase hält bei mir schon lange an. Da kannst du ruhig noch mehr bringen.
AntwortenLöschenGut schauen sie aus, deine Onigiri.
LG
OMG ich liebe Umeboshi! Toll dass die noch wer kennt <3 Meine Gastfamilie hatte ein umeboshi Imperium, die hatten da alle möglichen sorten, von ganz sauer bis ganz süß. Hier in der Gegend bekommt man die leider nicht so gut, du hast mir grad total Lust drauf gemacht ^^
AntwortenLöschen@hexle: naja, handgeformt halt. vielleicht kaufe ich mir mal so eine form dafür!
AntwortenLöschen@thea: der ist in schöneberg, hauptstraße 132!
@sybille: bei mir kommt die immer mal auf, aktuell habe ich total lust drauf.
@meri: ich auch!!! ich mag sie lieber süß-säuerlich, die letztens gekauften sind recht sauer. muss mal ein paar sorten testen, glaub ich.
@Thea und nyhet: in der Kantstraße/Ecke Kaiser-Friedrich-Straße (Charlottenburg) ist auch einer. Hieß früher Amazing Oriental. Viele Grüße
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